Für den Vormittag und frühen Nachmittag stand die GAB (gemeinnützige Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung) Hann. Münden auf dem Plan. Vor Ort wurden wir zunächst durch das Gebäude geführt. Sie stellten uns das Projekt „SocialBay“ sowie die Menschen, die darin arbeiten, vor. Bei SocialBay werden von Spender_innen geschenkte gebrauchte Artikel bei eBay versteigert und der Erlös an eine von den Spender_innen ausgewählte Organisation/Einrichtung, wie z. B. das Rote Kreuz, überwiesen.

Uns wurden Aufenthaltsräume, wie eine zur GAB gehörige Kita, deren sämtliche Möbel Gebrauchtartikel sind, gezeigt. Anschließend wurden wir in einem Konferenzzimmer bei Speis und Trank über die GAB und ihre Projekte informiert. Es gäbe 15 mehr oder weniger feste Mitarbeiter, zwar zumeist befristet, werden ihre Verträge in aller Regel verlängert.
153 Menschen befinden sich in Arbeitsgelegenheiten, von denen die meisten sog. 1 Euro-Jobs sind. Sie würden allerdings darauf achten, dass niemand gegen seinen/ihren Willen dort arbeiten müsse.
Einige Beschäftigte hätten anfangs Vorurteile, später bemerkten sie jedoch, dass sie etwas leisten und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, soziale Kontakte sowie Anerkennung bekommen. Niemand würde gezwungen, in einem Projekt zu arbeiten. Es gäbe durchlässige Wechselmöglichkeiten von einem Projekt zum anderen.
In den Projekten könnten sie ihre eigenen Ideen einbringen und würden z. T. auch unentgeltlich weiterarbeiten, da die Arbeit für sie sinnstiftend sei. Die GAB würde sorgfältig prüfen, welche Projekte sie durchführen, denn sie müssten in ihr Konzept passen.
Die Projekte haben alle recht einfache Namen – meistens Vornamen, deren einzelne Buchstaben Für die Projektinhalte stehen. TINA steht beispielsweise für „touristische Infrastruktur und Naherholung“ und richte sich an Menschen ab 50 Jahren. GABI sei ein Projekt zur Integration von Frauen, in dem diese bei der Berufsorientierung gefördert werden. Zudem würden mit ihnen in gemeinnützigen Einrichtungen Arbeitsgelegenheiten gesucht. Einmal pro Woche werden im Unterricht wichtige Kompetenzen (wie soziale) vermittelt. Die verschiedenen Altersgruppen würden sich gut ergänzen.
Das Projekt LUIS richtet sich an 18- bis 25jährige, die dort unterschiedliche Bereiche kennenlernen, um herauszufinden, welche Richtung für sie zutrifft. Darüber hinaus werden in diesem Projekt Praktika vermittelt.
Das Projekt MOBILA hat den Führerscheinerwerb zum Ziel. Es soll bislang immobilen Menschen helfen, einen Arbeitsplatz annehmen zu können.

Unser letztes Ziel der „Fraktion-vor-Ort-Sommertour“ insgesamt war am Nachmittag Holzminden. Dort hatten wir einen Stand in der Innenstadt.
Der Kreisverband DIE LINKE.Holzminden, machte am gleichen Tag Werbung für die dortige Direktkandidatin zum Bundestag Jutta Krellmann.
Ein letztes Mal in diesem Zusammenhang hieß es Landtagsfraktions-Flyer verteilen und Gespräche mit Bürger_innen führen.
[Bericht: Sabrina Vache]

Über Alfeld ging es dann nach Braunschweig um den Bus in letzter Minute, d.h. bevor der letzte ICE abgefahren war, dem dortigen Wahlkreismitarbeiter zu übergeben. Über Details der letzten Kilometer soll hier besser der Mantel des Schweigens ausgebreitet werden.